Wohnungsbau: neues Prämiensystem ab Mai 2010
Stoffels E. (SP) begrüßt Reformvorhaben von Minister Nollet (Ecolo)
Die Sanierungsprämie und verschiedene Prämien zur Energieeinsparung werden ab Mai mit einem einzigen Formular beantragt werden können. Bisher konnte man eine Sanierungsprämie für Altbauten beantragen, wenn dieser Mängel vorweist in Bereichen wie Dach, Mauern, Hygiene, Sicherheit usw. Verschiedene Arbeiten im Bereich der Wärmedämmung konnten gleichzeitig beantragt werden. Andere Arbeiten aus der Sparte Wärmedämmung wurden jedoch nur bezuschusst, wenn dafür ein gesonderter Antrag gestellt wurde. Ein unnötiger Verwaltungsaufwand, so Stoffels, de nun endlich vereinfacht wird.
Als zweite Neuerung erfüllte der Minister Nollet einen vom Regionalabgeordneten an den Amtsvorgänger Antoine vorgetragenen Wusch, die Höhe der Prämie je nach Einkommen des Antragstellers zu staffeln. Im Klartext : Prämie für einkommensschwache Haushalte. Eine in der Tat nötige Reform, die bis dato nur zögerlich angepackt worden war, stellt eine Investierung z.B. im Bereich des Ersatzes von Fenstern und Außentüren für einkommensschwache Haushalte bisweilen eine unmögliche Herausforderung dar. E. Stoffels lobte den Minister ausdrücklich für diese Reformen, die ab Mai 2010 in Kraft treten werden.
Darüber hinaus wurde das System verstärkt, gemäß dem die Kosten für solche Energiesparinvestitionen im Rahmen des zinslosen Öko-Darlehens der Region vorfinanziert werden können, wobei die Prämie von der Restschuld des Darlehens abgezogen wird. Wer also 10.000 Euro zinslos leiht und Anrecht auf 2.000 Euro Prämie hat, zahlt nur 8.000 Euro zurück.
Allerdings drängte der Regionalabgeordnete darauf, dass der Minister einen Schritt weiter geht und die Prämien für den Ersatz von Heizöfen ebenfalls in das Regelwerk für die Sanierungsprämie integriert. Eine Anregung, welcher der Minister offen gegenüber reagierte, allerdings darauf verwies, dass dies dann ab 2012 (der nächsten Etappe der Reform) der Fall sein könne. Er verschließe sich nicht den Anregungen aus den Reihen der Parlamentarier – so Nollet. |